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Motivation Monday – der Weg ist … der Weg

04/09/2017

Eigentlich heißt das Sprichwort ja, dass der Weg das Ziel ist. Ich möchte euch aber bewusst mal von diesem „Ziel“ Thema abbringen. Sich ständig nur darüber Gedanken zu machen wohin etwas führen soll, macht uns doch verrückt. Der Weg ist nun einmal der Weg und wir wissen ganz oft nicht wohin er uns führen wird. Und: Wir können es meist gar nicht beeinflussen. Vor lauter Zielorientierung beobachte ich ganz oft eine Vernachlässigung des Weges. So ist der „Ab durch die Mitte“ Weg vielleicht oft nicht der beste. Eine Kurve um einen Stolperstein zu machen, kann jedoch sehr hilfreich sein. Nur, wenn wir immer nur gerade aus zum Ziel schauen, vergessen wir leider darauf zu achten wo wir unseren nächsten Schritt machen. Daher: konzentriert euch doch mal ein wenig auf mehr den Weg, den ihr wählt.

 

Karriere ist keine Leiter mehr; vielmehr ist sie ein Klettergerüst: Manchmal muss man einen Schritt zur Seite machen um an einer anderen Stelle wieder hinaufzukommen. (in Anlehnung an Sheryl Sandberg, in “Lean In“*)

Mein liebstes Beispiel in diesem Zusammenhang ist meine eigene Karriere. Wenn du mir nämlich nur eine Woche, bevor ich einen meiner Jobs angefangen habe, gesagt hättest, dass ich diesen überhaupt machen werde und in dem Unternehmen sogar 7 Jahre bleiben werde, hätte ich dich für verrückt erklärt – ich konnte es mir schlicht nicht vorstellen. Demnach hätte ich dir es auch nicht als Ziel formulieren können. Aber, was ich damals gemacht habe: ich habe mich auf den Weg, auf dem ich mich befand konzentriert. Einen Schritt nach dem anderen gesetzt und eine Entscheidung nach der anderen getroffen. Das mögliche Ziel hab ich dabei kaum im Blick gehabt. Ich hab mich mehr auf meine Intuition; auf mein Bauchgefühl verlassen und mich auf den Weg, den ich gerade dabei war einzuschlagen, konzentriert. Und wo hat es mich hingeführt? Ich habe mich auf etwas eingelassen, das mich beruflich um ein großes Stück weitergebracht hat. Es ist vielleicht nicht die coole Branche oder das bekannte Markenunternehmen geworden; der Job hat mir aber ermöglicht mich zu verwirklichen und auszuprobieren; mein Selbstbewusstsein in meiner Profession gestärkt und mich bis zu einem gewissen Grad finanziell unabhängig gemacht. Hätte ich mich am Beginn dieser Reise einzig auf das Ziel konzentriert, hätte ich mich sicherlich dagegen entschieden, aber auch all das nicht erreicht.

Nicht die Zieldefinition ist die Garantie zur Erreichung deines Ziels

Natürlich will ich nicht leugnen, dass es wichtig ist zu wissen was man will und eben wohin man will, um den richtigen Weg zu wählen. Was mich aber irritiert, ist, dass wir dazu neigen zu konkret zu werden, wenn wir von unseren Zielen reden. Selten reden wir von allgemeinen Zielen. Vielmehr neigen wir dazu ein ganz bestimmtes Karriereziel, Beziehungsziel, Freundschaftziel u.s.w. zu definieren, anstatt uns auf Grundziele zu konzentrieren.

Ein Beispiel: Ist es wirklich so, dass du unbedingt heiraten willst, oder ist es nicht mehr die Sicherheit, genauer gesagt, die Beziehungssicherheit, nach der du strebst? Gibt dir also eine Hochzeit tatsächlich die Sicherheit, die du gerne hättest? Was bringt es also eine Hochzeit als Ziel zu haben, wenn dabei das Eigentliche nicht erreicht wird? Wäre es nicht besser an der Beziehung zu arbeiten anstatt das Aufgebot zu bestellen? Nur weil man heiratet hat man ja keine Beziehungssicherheit.

Der eingeschlagene Weg ist der, der dich zum Ziel führt.

Was ich damit sagen will: seit ehrlich zu euch selbst und fragt euch was euer tatsächliches Ziel ist und ob ihr wirklich so genau planen könnt, wie ihr dieses erreicht. Wenn ihr diese Frage mit einem Nein beantworten könnt, wisst ihr schon was ihr zu tun habt: legt den Focus mehr auf den Weg, den ihr gerade oder in naher Zukunft bestreitet und lasst den Weg einfach mal den Weg sein.

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2 comments

Tabea 04/09/2017 - 17:32

Das hast du echt toll formuliert und ich kann dir nur zustimmen. Ich habe inzwischen auch schon vieles anders gemacht als ich das ursprünglich geplant hatte… Aber da ich gerade glücklich bin, scheint es richtig gewesen zu sein.
Zum Beispiel wollte ich Dual studieren, um bei Mama wohnen bleiben zu können. Dual studiere ich zwar, aber ausgezogen bin ich trotzdem. Das ist aber nicht schlimm, denn bei Mama wollte ich hauptsächlich bleiben, um ein Pony haben zu können. Und genau dieses Pony hab ich mir im Frühjahr gekauft und es steht nun eben in einem wundervollen Pensionsstall statt in Mamas Garten 😉

Liebe Grüße

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DO-ITeria 04/09/2017 - 17:43

Hallo Tabea!
Ah, super! Genau darum geht’s: rauszufinden was ich wirklich will und wie ich da dann hin komme. Und mich manchmal auch treiben lassen – der Weg wird mich schon dort hinführen wo ich hingehöre…
Danke, dass du auch deine Geschichte geteilt hast.
Liebe Grüße,
Karin

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