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Sommer in Norwegen (inkl. Oslo Guide)

04/08/2015

Ich hatte das Glück das letzte Wochenende ein wenig zu verlängern um Zeit in Norwegen zu verbringen. Wie ihr von Weihnachten ja schon wisst lebt meine Mutter dort. Normalerweise fahre ich ja nur im Winter zu ihr in den Norden, aber dieses Mal galt es ihren Geburtstag (vor) zu feiern. Zu diesem Anlass kamen dann auch noch ein paar Verwandte aus Finnland, wo ich ja jeden Sommer meiner Kindheit verbracht habe. Da es mit Job und anderen Verpflichtungen für uns alle nicht mehr so einfach ist sich regelmäßig und insbesondere länger zu sehen, freue ich mich immer über Anlässe wo wir doch wieder zusammen kommen.

Meine Mutter lebt in Middle of Norway und um nicht nur im Flugzeug und Zug zu sitzen habe ich einen Tag in Oslo eingeplant. Ich war dort zwar sicher schon um die 10 mal, aber zuletzt vor schon rund 7-8 Jahren. Also war es höchste Zeit der Stadt wieder ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken – und es hat sich wirklich gelohnt.

Es ist in Skandinavien nie wirklich so warm wie bei uns in Mitteleuropa, aber dieser Sommer hat alle negativ-Rekorde gesprengt. Umso mehr habe ich mich sehr über Sonne und um die 20 Grad in Oslo gefreut.

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Die Stadt bzw. das ganze Land ist extrem teuer. Ihr dürft bzw. könnt dort wirklich nicht auf die Preise schauen. Dennoch habe ich ein für dortige Verhältnisse recht günstiges Hotel (Comfort Hotel Xpress Central Station) beim Hauptbahnhof (Oslo Sentralstasjon) gefunden. Ich kann es echt weiterempfehlen.

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Wenn auch teuer, so zahlt es sich trotzdem aus die Shoppingmöglichkeiten zu betrachten. Skandinavien ist nicht umsonst für Design, Stil, Kreativität und Handwerkskunst bekannt. Schon allein die Menschen auf der Straße sind stilvoll gekleidet und man kann sich von ihnen wirklich gut inspirieren lassen. Abgesehen davon hat Oslo, dank ihrer EinwanderInnen, einen sehr schönen multikulturellen Ansatz. Das Viertel Grønland, gleich hinter dem Hauptbahnhof, ist z.B. von einigen indischen und pakistanischen (leistbaren) Restaurants und Geschäften geprägt. In dem Viertel soll es auch eine sehr gute Clubszene geben; leider habe ich es noch nie geschafft diese selbst zu testen (kommt auf die to-do-Liste).

Als DIY-Freak sind in Grønland besonders die pakistanischen Stoffgeschäfte Himmel auf Erden für mich. Preislich bewegen wir uns dort sogar ungefähr auf unserem mitteleuropäischen Niveau, aber farblich können wir da einfach nicht mithalten.

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Wenn ihr Sightsseing und Shopping in Oslo verbinden wollt, kann ich Euch die von mir gewählte Route sehr empfehlen: Ich habe einfach einen Spaziergang vom Bahnhof weg, über die Fußgängerzone, Karl Johan gate, am Parlamentsgebäude vorbei zum Königlichen Schloss gemacht (liegt alles auf einer Geraden). An dem Punkt könntet ihr in die U-Bahn (Station Nationaltheatret) einsteigen oder ihr geht weiter rechts am Schloss vorbei zum hinteren rechten Eck der Parkanlage. Von dort geht dann die Hegdehaugsveien, die in die Bogstadveien mündet, weg. Diese lange Straße ist ebenfalls sehr nett zum entlang spazieren, mit etlichen Shoppingmöglichkeiten aller Art.

 Mein Ziel war dann die U-Bahn-Station Majorstuen von der ich die #1 Richtung Holmenkollen nahm; aber auch jedes andere Ziel ist von dieser U-Bahnstation am besten zu erreichen. Ein Muss für jedeN Oslo-BesucherIn ist meiner Meinung nach der Vigelandpark und die „Museumsinsel“ mit den Vikingerbooten und dem Polarexpeditions-Schiff, aber auch dem Völkerkundemuseum. Museumstechnisch gibt es so einiges mehr und je nachdem was Euch am meisten interessiert solltet ihr das Munchmuseum, Kunstindustrimuseet (Museum of Decorative Arts and Design), das Nobel Peace Centre oder das Norwegische Design- und Architekturzentrum besuchen. Ihr merkt sicher schon: ich könnt Euch noch so viel mehr aufzählen; es ist aber zum Glück eine Stadt wo man sich leicht selbst zurechtfindet, sonst fragt mich gerne. Sehr empfehlenswert ist auch der Oslo Pass. Ich hab den vor längerem einmal für einen Tag genommen und mit meinem Bruder einen Museums-Tag gemacht. Das zahlt sich wirklich aus; man muss nur recht zügig unterwegs sein, damit man auch wirklich mehr anschauen kann.

So, aber nun endlich noch ein paar Bilder vom Holmenkollen, von wo man die gesamte Bucht des Oslo Fjords wunderbar überblicken kann.

Um den Oslo Guide abzuschließen, noch ein paar Worte zum Essen: In Skandinavien wird nicht so viel essen gegangen, wie bei uns. Wenn, ist es Fastfood (Pizza, Hotdogs und Burger). Die traditionelle Küche ist fast zu bodenständig um sie in Restaurants anzubieten. Was aber ganz wichtig und somit auch recht leistbar ist, ist Kaffee und Kuchen. Ihr kennt wahrschenlich die Zimtschnecken aus Schweden; so etwas gibt es in Norwegen und Finnland auch. Aber auch anderes Hefegebäck ist recht beliebt und an jeder zweiten Ecke zu bekommen.

Nach dem Tag in Oslo ging es dann mit Bus, Zug und Auto insgesamt 5,5 Stunden in Richtung Süd-Norwegen. Hier ein paar Impressionen von dort – erkennt ihr etwas von meinem Winter-Blogeintrag wieder?

Und wie immer ist es dann doch ein zu kurzer Aufenthalt gewesen und am Weg zurück schmiede ich auch schon neue Pläne für die nächsten Reisen, so wie z.B. Rügen, das ich bis jetzt immer nur aus dem Flieger betrachten durfte:

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2 comments

Tutti G-Land 04/08/2015 - 20:25

Du machst mir richtig Lust gleich hinzufahren LG Tutti

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Karin 04/08/2015 - 22:20

Danke 🙂
Und ja, mach es einfach: ich kann eine Reise wirklich empfehlen!
LG Karin

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