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Nachhaltigkeit: Buzzword oder Realität?

by DO-ITeria

In letzter Zeit mache ich mir immer wieder Gedanken zu den Themen Nachhaltigkeit; Umweltfreundlichkeit und was eigentlich Bio wirklich ist. Ich will nicht behaupten, dass ich eine Heilige bin (ganz im Gegenteil), was das Thema verantwortlicher Umgang mit unserer Welt angeht, aber dennoch glaube ich daran, dass auch nur kleine Ansätze einen großen Beitrag leisten können. Und in diesem Rahmen versuche ich mein Möglichstes.

Mein größtes Problem dabei ist, dass ich das Gefühl habe, dass ich mich so gar nicht auskenne und um den benötigten Wissensstand zu erreichen wahnsinnig viel Zeit investieren müsste. Auch dazu habe ich, um ehrlich zu sein, keine Lust. Aber: In recht kurzer Zeit habe ich doch andere ExpertInnen ausmachen können, bei denen ich mich wohl fühle deren Empfehlungen zu vertrauen. Allen voran Nunu Kaller von „Ich kauf nix“. Auf ihrem Blog und ihrer Facebook-Seite stellt sie regelmäßig „grüne“ Projekte, Ideen und Konzepte als Alternative zum klassischen Konsumrausch vor. Ihr Arbeitgeber, Greenpeace, hat im Übrigen gerade wieder den Detox-Catwalk herausgegeben. Dabei wird untersucht welche Unternehmen bei der Herstellung ihrer Kleider auf gefährliche Chemikalien verzichten. Auch eine spannende Geschichte!

Eine weitere Bloggerin ist Madeleine von Dariadaria. Aus ihrer Fair Fashion Liste habe ich schon den ein oder anderen Tipp entnommen. Wenn schon shoppen, dann zumindest (selbst wenn auch nur hin und wieder) überlegt. So bin ich auch zu den wunderbaren Yoga-Klamotten von OGNX auf dem Titelbild dieses Beitrags gekommen.

Und hier nun die paar ganz banalen Dinge, die ich so versuche in meinem Alltag umzusetzen und die eigentlich echt jedeR machen kann:

Möglichst Papierfreies-Office: Wozu wirklich immer alles ausdrucken? Auch ich drucke das ein oder andere einmal aus; aber lang nicht mehr so viel wie früher. Ich habe mir einmal ausgerechnet wie viele Seiten ich sinnlos (=schmeiße ich nach 1-2x lesen eh nur weg) ausdrucke. Puh…mir ist dabei echt schlecht geworden. Nur ein Beispiel: Ich bekomme für ein ca. monatliches Meeting durchschnittlich 15 Dokumente à 10 Seiten zum Lesen. Das sind sage und schreibe 1.800 Blatt Papier im Jahr – nur für dieses eine Meeting! Mehr brauche ich dazu hoffentlich nicht zu sagen.

Regional einkaufen: Ein Einkauf im Supermarkt kostet vielleicht eine Spur mehr und ein wenig mehr Zeit geht auch dabei drauf, aber das Kontrollieren der Herkunftsangaben bringt’s echt. Denn, wozu verdammt noch einmal braucht man z.B. Dill aus Chile (ja, hab ich letztens wirklich mal entdeckt!)?

Reste verwerten: Das Argument kennt sicher jedeR: „Wo anders verhungern tausende Kinder…“ nur manchmal vergesse sogar ich darauf. Daher muss auch ich mich hin und wieder selbst ermahnen, dass ich meinen Kühlschrank leer esse bevor ich wieder in den Supermarkt renne. Was dabei herrliches herauskommen kann, habe ich Euch ja letztens schon gezeigt.

Energie sparen: Es klingt so banal, aber scheint für viele wohl äußerst schwierig: Licht abdrehen, wenn man den Raum verlässt, das Wasser während dem Zähneputzen nicht aufgedreht lassen, Kleidung nicht immer gleich nach 1x tragen waschen (lüften reicht ganz oft schon aus), das Ladegerät aus der Steckdose ziehen, wenn nichts geladen wird; die Heizung runter drehen, wenn man in den Urlaub fährt, u.s.w.

Plastik und Verpackung sparen: Ich trage fast immer ein Stoffsackerl mit mir rum. Denn was so an unnötigen Plastiksackerln gespart werden kann, ist wirklich erstaunlich. Und wenn es mal nicht anders geht, dann kann man zumindest schauen, dass man nicht bei jedem Einkauf eins mitnimmt. Es gibt zu dem Thema ein paar wirklich spannende Projekte, wie z.B. ein verpackungsfreier Supermarkt. Und mal ganz ehrlich: es gibt doch einfach soooo coole Stoffsackerln (oder Netzsackerln) und wiederverwendbare Gefäße.

Wiederverwerten: Zu guter Letzt eins meiner liebsten Dinge: Upcycling. Wozu immer alles gleich wegwerfen? Viele Dinge kann man wiederverwerten, durch ein paar kleine Handgriffe umgestalten, anderswertig als gewohnt einsetzen oder mit ein wenig Farbe u.ä. wieder benutzbar machen. Also, überlegt einfach 2x bevor ihr etwas wegwerft (oder fragt mich, wenn ihr eine Idee dafür braucht)

Ich hoffe, dass ich zumindest die eine Person, die diesen Beitrag bis zum Schluss gelesen hat, inspiriert habe selbst einen kleinen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten. Es ist so einfach!

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Plastiksackerl Clutch | DO-ITeria – Die DIY Gaststätte 02/05/2015 - 10:26

[…] Zeit immer mehr Gedanken über den Umweltschutz und wie ich meinen Beitrag dazu leisten kann. Hier habe ich Euch schon einmal ein paar Punkte aufgezählt, die ich in diesem Zusammenhang versuche zu […]

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