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DO WHAT? Wie ich gelernt habe mit Geld umzugehen

20/10/2019

Let’s talk about money! Ja, ums liebe Geld soll es heute hier gehen. Genauer gesagt darum, wie man mit Geld umzugehen lernt. Auch das ist ein DO-IT Thema, das nicht jedem/jeder leicht fällt – mir im Übrigen besonders schwer. Deshalb möchte ich heute die Tricks mit euch teilen, die ich über viele Jahre entwickelt habe, um mir doch hin und wieder mal einen (finanziellen) Wunsch zu erfüllen.

Also, gleich vorweg: Ich sage auch ständig, dass ich nicht mit Geld umgehen kann. Habe ich mich deshalb davon abgehalten lassen mir meine Träume zu erfüllen? Nein! Umso mehr ich ausgegeben habe, umso mehr musste ich eben auch Geld verdienen. Und schon sind wir mitten im Thema:

Von nichts kommt nichts – auch kein Geld

Wenn man nicht gerade in ein wohlhabendes Umfeld geboren wurde, muss man nun einmal zuerst ein Vermögen aufbauen, um es dann auch wieder ausgeben zu können. Wer glaubt, dass man sich Geld ja auch immer ausleihen kann, der/die täuscht sich: Auch für einen Kredit musst du Sicherheiten vorweisen. Das kann ein Eigenmittelanteil sein, oder eine andere Sicherheit, wie eine Wohnung o.ä. Ganz ehrlich: als ich meinen Wohnkredit aufgenommen habe, hatte ich auch keine Eigenmittel. Aber: ich hatte eine bzw. eigentlich mehrere mehr oder weniger sichere Einnahmequellen, die ich der Bank vorweisen konnte. Und: bei einer Wohnung ist zumindest immer noch diese selbst als Absicherung für die Bank da. Deshalb würde ich jedem/jeder raten niemals Konsumschulden aufzunehmen – die sind nämlich in keiner Weise abgesichert. Falls sie dir aber dennoch passieren, solltest du sie so schnell wie möglich wieder loswerden. Was kannst du da machen:

  • Hast du Sachen zu Hause rumliegen, die du Second-Hand verkaufen könntest? Stell sie auf ein Verkaufsportal oder gehe auf einen Flohmarkt damit.
  • Wenn es dir möglich ist, nimm (auch kurzfristig) eine Nebenbeschäftigung auf.
  • Plane eine fixe Summe pro Monat für die Rückzahlung deiner Schulen ein – Schuldentilgung geht vor!
  • Mache dir in jedem Fall eine Übersicht über deine Finanzen und besonders auch über die Spesen – eine Umschuldung könnte dir vielleicht helfen aus einem Teufelskreis auszubrechen
  • Hole dir Hilfe! Es ist nichts dabei eine Beratung in Anspruch zu nehmen oder sich jemandem anzuvertrauen. Du musst das Problem nicht unbedingt alleine lösen.

Wie lebe ich ein Leben ohne Verzicht

Irgendwie will jedeR immer alles. Sprich, man will Karriere machen und viel Geld verdienen; aber auch ganz viel Reisen und viel Freizeit haben. Und dann will man auch noch immer das neueste Handy, die teuerste Mode und das coolste Auto. Ich habe mich selbst an einem gewissen Punkt gefragt: ob ich das alles wirklich möchte, oder ob mir z.B. nur die Werbung, mein Umfeld, die Kultur in der ich lebe, etc. suggeriert, dass ich es haben wollen muss. Und seitdem bin ich mir viel klarer darüber was ich eigentlich möchte. Das Ergebnis davon ist, dass ich in keiner Weise das Gefühl habe auf etwas verzichten zu müssen; vielmehr will ich ja gar nicht alles haben.

Investiere in dein Finanzwissen

Als ich angefangen habe in mein Finanzwissen zu investieren; sprich, mir wirklich Zeit zu nehmen um zu erkennen wo ich stehe und mich bemüht habe die Wissenslücken zu stopfen, ist bei mir der Knopf aufgegangen. Mir hat besonders geholfen Podcasts zum Thema zu konsumieren und schlussendlich auch Schulungen zu besuchen. Seitdem habe ich nicht nur das Gefühl meine Finanzen besser im Griff zu haben, sondern auch ein deutlich größeres Geld-Selbstbewusstsein. Vor ein paar Monaten hätte ich mir noch nicht zugetraut ein Depot zu eröffnen. Heute habe ich eins und beschäftige mich regelmäßig damit.

Sparen ohne zu Sparen

So spare ich mittlerweile ohne wirklich zu sparen. Mir ist es immer sehr schwer gefallen einen Geldpolster aufzubauen, denn Geld ist/war für mich immer dazu da es auszugeben. Aber ich habe mittlerweile ein paar Strategien, wie ich es doch schaffe:

  • fixe Abbuchungsaufträge – wenn das Geld “weg” ist, kann es auch nicht ausgegeben werden
  • Immer über meine Finanzen Bescheid wissen
  • Bewusster Umgang mit Bar- und Plastikgeld
  • Kleingeldsammlung als Notgroschen
  • 5-Euro-Challege zum Aufbau von “Spielgeld”

Das Geld, das dir nicht abgeht, ist dein “Spielgeld”

Ich bin davon überzeugt, dass jedeR von uns Spielgeld zur Verfügung hat. Das ist die Summe an Geld, die dir eigentlich nicht abgeht. Zugegebenermaßen können das bei manchen nur ein paar wenige Euros im Monat sein; bei anderen sind es unverschämte Summen. In dem Zusammenhang bin ich vor ein paar Monaten auf die 5-Euro-Challenge aufmerksam geworden. Dabei gibst du jeden 5-Euro Schein, den du in deiner Geldbörse “findest” in eine Spardose oder sammelst sie in einem Einmachglas. Die Idee dahinter ist, dass dir 5 Euro tendenziell nicht abgehen und es aber trotzdem nicht wenig Geld ist. Sprich, du sammelst sehr schnell eine schöne Summe zusammen. Nur, damit du einen Richtwert hast: Ich hatte nach rund 3 Monaten fast 300 Euro zusammen. Verrückt, oder?

Tabuthema Geld

Wie geht es dir mit dem Thema Geld? Ist das etwas über das du offen redest? Oder findest du, dass Geld ein sehr privates Thema ist? Meine persönliche Erfahrung ist, dass es niemanden hilft, wenn wir Geld als Thema tabuisieren. Es wird viel zu viel über Geld getuschelt. Geld-Eifersucht entsteht meiner Meinung nach auch zu oft aufgrund von Gerüchten. Und nicht zuletzt würde es nicht so viele finanzielle Ungerechtigkeiten geben, würden wir mehr über Geld reden – schließlich trägt z.B die Intransparenz von Gehältern einen massiven Beitrag zur (geschlechterspezifischen) Gehaltsunterschieden bei. Also, let’s talk about money, money,…

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2 comments

Katja 21/10/2019 - 9:58

Ich hab das gleiche Problem, sparen klappt fast garnicht, nicht mal mit Dauerauftrag auf ein Sparbuch. Was ich aber schaffe, ist es immer wieder Münzen in eine Box zu tun. Wann immer mir meine Börse zu fett ist wird was rein gehaun. Die 5€ Challenge klingt auf jedenfall interessant, die werd ich auch probieren🤔

Reply
DO-ITeria 22/10/2019 - 0:07

Hallo Katja!
Du wirst sicher noch deinen Weg finden. Schon alleine, dass du dich damit beschäftigst ist mehr als so viele anderen. ich wünsch dir in jedem Fall viel Erfolg und ja, probier mal die 5-Euro-Challenge. Bei mir hat das richtig gut geklappt.
LG Karin

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